Kontakt - Blickwinkel Hornburg

Wir.
Im Schatten.

Die geplanten Windenergieanlagen sollen in unmittelbarer Nähe zu Hornburg, Osterode am Fallstein und Rhoden entstehen. Damit betrifft die Diskussion nicht nur Fragen der Energieversorgung oder des Naturschutzes, sondern auch die Menschen, die hier leben.

Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich, welche Auswirkungen ein Windpark dieser Größe auf ihren Alltag haben könnte. Dabei geht es um Themen wie Geräuschentwicklung, Schlagschatten, nächtliche Befeuerung, die Veränderung des Landschaftsbildes sowie mögliche Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden und die Wohnqualität.

Besonders häufig wird über die Lautstärke und damit hörbare Geräusche, Lichtsignale oder Schattenwurf diskutiert. von Anwohnern als störend empfunden werden – insbesondere in ländlichen Regionen, die bislang durch Ruhe und Weite geprägt sind.

Auch Fragen zum Schutz von Boden und Grundwasser werden in der Bevölkerung diskutiert. Gerade im sensiblen Naturraum des Großen Bruchs möchten viele Bürger wissen, welche Stoffe beim Bau und Betrieb der Anlagen eingesetzt werden, welche Risiken ausgeschlossen werden können und wie eine langfristige Überwachung erfolgen soll.

Darüber hinaus beschäftigt viele Anwohner die Frage, wie sich die unmittelbare Nähe zu großtechnischen Anlagen auf die Attraktivität ihres Wohnumfeldes auswirkt. Für viele Menschen ist die offene Landschaft rund um Hornburg ein wesentlicher Bestandteil ihrer Lebensqualität und ihrer Verbundenheit mit der Region.

Unabhängig davon, wie man zur Windenergie steht, halten wir es für wichtig, dass die Anliegen der betroffenen Anwohner ernst genommen werden. Eine offene Diskussion über mögliche Auswirkungen auf Lebensqualität, Gesundheit und Wohnumfeld gehört aus unserer Sicht zu einer fairen und transparenten Planung.

Es war einmal...
                              ...und jetzt?

Hornburg ist mehr als ein Punkt auf der Landkarte. Unsere Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, geprägt von einer über 1.000-jährigen Geschichte, einer einzigartigen Fachwerkarchitektur und ihrer Lage zwischen Harz und Harzvorland.

Mit rund 400 denkmalgeschützten Fachwerkhäusern gilt Hornburg als eine der schönsten Fachwerkstädte Norddeutschlands. Besucher kommen wegen der historischen Altstadt, der Landschaft und der besonderen Atmosphäre in unsere Region. Als Geburtsstadt von Papst Clemens II. besitzt Hornburg zudem eine weit über die Region hinausreichende kulturhistorische Bedeutung.

Diese besondere Attraktivität ist nicht nur Teil unserer Identität, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Tourismus, Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Einzelhandel, Freizeitangebote und zahlreiche ortsansässige Unternehmen profitieren von einer lebenswerten Region und den vielen Besuchern, die jedes Jahr nach Hornburg kommen. Auch Veranstaltungen, Radwanderer, Tagestouristen und die Nähe zum Harz tragen dazu bei, dass Hornburg als Wohn-, Erholungs- und Urlaubsort geschätzt wird.

Die geplanten Windenergieanlagen östlich von Hornburg würden das Landschaftsbild unserer Region dauerhaft verändern. Für viele Bürger stellt sich daher die Frage, 
welche Auswirkungen dies auf den Charakter eines staatlich anerkannten Erholungsortes haben könnte. Dabei geht es nicht nur um den Tourismus. Auch für Einwohner, Unternehmen und potenzielle Neubürger spielt die Attraktivität des Wohn- und Lebensumfeldes eine wichtige Rolle. 

Hornburg ist bekannt für sein Fachwerk, seine Geschichte, die umliegende Natur und die weiten Ausblicke in Richtung Großes Bruch und Harzvorland. Diese Eigenschaften haben sich über Jahrhunderte entwickelt und prägen unsere Stadt bis heute. Die zentrale Frage lautet deshalb:

Was bleibt von Hornburg, 
wenn man uns die Ruhe nimmt?

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